Startnext – und wie weiter?!

In den vergangenen Wochen erreichten uns Anfragen, wie es denn mit unserem startnext-Projekt weiterginge. Das ist ganz normal. Schließlich hat unser Auftritt auf der Plattform eine sehr erfreuliche Zahl von Unterstützern animiert, uns zu helfen.

Welchen Stand hat der Bau unseres „Aus der Nothelferhauses“ inzwischen erreicht?

Nicht den, den wir uns bis hierher gewünscht hätten. Aus unserer Planung eines zweigeschossigen  Gebäudes mit Satteldach, die auf einem qualifizierten Bauvorbescheid fußte, ist durch Einsprüche der Behörden letztlich die recht überschaubare Planung eines eingeschossigen Flachbaus mit                Dachbegrünung geworden. Nicht, dass uns die Arbeit des Architekten nicht gefiele. Sie wird                ausgezeichnet in das Ambiente der alten Klosteranlage passen. Sie kann aber nur ein Bruchteil der      angedachten Nutzungen übernehmen und ist insofern auch für Kreditgeber unrentabel.

Genau darin liegt nun die Krux, wir haben mit den Mitteln, die uns aus Euer aller großzügiger Spende zuflossen die zusätzliche Architektenarbeit bezahlt und die Baugenehmigungsgebühren entrichtet,wir haben Bodengutachten finanziert, wir haben archäologische Grabungsschnitte im Baufeld anlegen lassen, wir haben daraufhin die Lage und Ausbildung unsere Fundamente optimiert, wir haben einen   großen Teil des Baumaterials, schwere Bruchsteine, Holzbalken und Lehm beschafft, gereinigt und  zugerichtet und wir haben nach den Mühen des Jahres 2017 das Baufeld mit Paletten und Foliebahnen abgedeckt. Nun erwarten wir mit großer Spannung die Berechnungen des Statikers,denn diese  entscheiden über die konstruktive Ausbildung der baulichen Details.

Alles in Allem sind durch die aufgeführten Tätigkeiten 24500 € umgesetzt worden bei einem                  Gesamtbauvolumen von schätzungsweise 250.000 €. Wir liegen bei dieser Kostenrelation nicht schlecht, wissen aber zurzeit nicht, woher wir die fehlenden Mittel zur Realisierung des ganzen Vorhabens nehmen sollen. An eine Bankenfinanzierung ist, wie gesagt, nicht zu denken. Die Übernahme des Projektes in    einen Förderprojektrahmen ist bislang noch nicht gelungen. Eine weitere Unterstützung durch Freunde im Moment nicht abzusehen.

Der Zeitraum, in dem das Bauprojekt realisiert wird, könnte sich also deutlich verlängern. Auch deshalb, weil wir die im kleineren Baukörper nicht unterzubringenden, aber unverzichtbaren Nutzungen ins    Haupthaus des Vereins übernehmen mussten und durch diese zusätzliche Bauaufgabe im Moment mehr als reichlich gebunden sind. Der Verein besteht ja nur vereinzelt aus Bauexperten oder Juristen.

Also, wie weiter?

Wenn wir sehr viel Glück haben und Hilfe durch Dritte, können wir im Jahr 2018 dazu kommen, dass die Gründung gelegt, die Holzrahmenkonstruktion montiert und die Dachschalung aufgenagelt ist.
Wir bitten alle, die dazu weitere Hilfe anbieten können (Material, Arbeitskraft und Geldmittel) mit uns    Kontakt aufzunehmen.

An alle anderen ein herzliches Dankeschön für die Geduld. Die höhere Weisheit besteht wohl darin, nicht die Probleme zu beklagen, die sich regelmäßig einstellen, sondern sie vorherzusehen und die Planung darauf einzurichten.

Mit besten Grüßen

Helge Landmann (Vereinsvorsitzender)

Bilder zur Arbeit/Ansichten/Grundrisse folgen…

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