Ehemalige Kruzianer im Kloster

Vorigen Freitag (03.Mai) kamen zwei Reisebusse mit ehemaligen Kruzianern ins Meißner Kreuzkloster. Verbindendes Element für Chor und Kloster ist ihre 800jährige Geschichte. Deshalb  gibt es auch seit 2017/2018 immer wieder Kontakte. Selbst ein kleines Ständchen blieb beim diesmaligen Besuch nicht aus, als Dank für die informative Führung durch die Ruinenanlage. Für die meisten Teilnehmer der Exkursion ist Dresden heute nicht mehr Wohn- oder Arbeitsort. Umso mehr sind sie verbunden mit dem großartigen Erbe längst vergangener Zeiten in musikalischer aber auch baukünstlerischer Art, welches in Dresden und Meißen anzutreffen ist.

Heilig Kreuz war vor der Reformation Kloster von Zisterzienser- bzw. Benediktinerinnen. Danach wurde es zum Wirtschaftsvorwerk der Fürstlichen Landesschule Sankt Afra. Diese Zeit hat keine bedeutende Bausubstanz hinterlassen. Ein botanischer Pflanzengarten, den es hier gegeben hat, wurde aber auch von Samuel Hahnemann – als einem der bekanntesten „Afraner“ in seiner Jugend besucht.  Auf den in Meißen geborenen Begründer der Homöopathie wird heute innerhalb eines in der Neugestaltung befindlichen Apothekergartens wieder Bezug genommen. Er ist auch Namensgeber des Meißner Hahnemannzentrums, welches seit 25 Jahren sein Domizil in der alten Klosteranlage gefunden hat.

Helge Landmann