Kloster „Heilig Kreuz“

Eigenfeste – Stift – Kloster – Vorwerk – Garten – Lebensraum

Direkt an der Elbe liegt das Zisterzienserinnenkloster. Es bekam 1227 vom Papst die Exemtion gegenüber dem Diözesanbischof bestätigt. 

1248 allerdings ging dieses Privileg in Teilen verloren. Die Anlage, welche von Markgraf Dietrich dem Bedrängten († 1221) als Schutzpatron reich dotiert worden war, bestand bis 1568. Sie hielt sich damit bis weit über den Tod Herzog Georg des Bärtigen hinaus, der die sächsischen Klöster als katholischer Landesherr schirmte. Die Landesschule St. Afra erhielt die Anlage 1570 zum Vorwerk. Im Dreißigjährigen und Siebenjährigen Krieg schwer zerstört, wurden die Ruinen schon im frühen 19. Jahrhundert zum Denkmal des Altertums.

Berühmte Künstler wie Caspar David Friedrich und Johan Christian Claussen Dahl haben in der etwa 4 ha großen Kernfläche des alten Klosters gemalt und zu seiner Bekanntheit beigetragen.

… und heute

im Jahr 2012 übernahm das Hahnemannzentrum im Rahmen eines Erbpachtvertrages mit der Stadt Meißen die Verantwortung für die gesamte Klosteranlage. Seitdem ist es dem Verein möglich, selbstständig Mittel für die Erforschung, Sanierung und Restaurierung der ober- und unterirdischen Gebäudeteile und zur Entwicklung der Gesamtanlage einzuwerben.

In den vergangenen Jahren ist es mit Hilfe von staatlichen und privaten Fördermitteln gelungen, Mauerkronen zu sichern, Gewölbe abzudichten und verschiedene fragile Bauteile wieder zu festigen. Ein wichtiges Anliegen ist die Herstellung eines für die Erhaltung der Gewölberäume optimalen Raumklimas. Diese sind durch das Eindringen von Niederschlägen und die beiden Elbehochwässer in den letzten Jahren immer mehr aus einem bauklimatisch vertretbaren Gleichgewicht geraten.

Ziel ist es, die Ruine in ihrem romantischen Schwebezustand zwischen Natur und Kultur zu erhalten und für eine behutsame Nutzung für Ausstellungen, Konzerte und temporäre Veranstaltungen zugänglich zu machen.

In der Broschüre „Heilig Kreuz in Meißen“ des Autors Dr. Helge Landmann werden die neuesten Forschungsergebnisse zur Bau- und Nutzungsgeschichte der Klosteranlage zusammengefasst. Die Broschüre kann zum Preis von 13 € über das Hahnemannzentrum bestellt und erworben werden.

Spender und Förderer

neben dem Freistaat Sachsen beteiligten sich die Sparkasse Meißen und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an der Finanzierung der Baumaßnahmen. Aber auch Vereinsmitglieder spendeten im Jahr 2012 die nicht unbeträchtliche Summe von 13 T €.